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Aus bescheidenen Anfängen hat sich Múzika Cordiés entwickelt. Sie hat sich inzwischen einen Namen in der Welt der lateinamerikanischen Musik gemacht und sich zum eigentlichen Spezialisten der Son-Musik aus dem Osten Cuba entwickelt. Wie kam das?
Mariano-KOMPRObwohl diplomierter Maschineningenieur, hat Mariano Cordiés als grosser Musiknarr in seiner Heimatstadt Santiago de Cuba schon immer das Treiben und die Entwicklung verschiedener Bands und einzelnen Musikern verfolgt. Im 1963 gab das berühmte Duo Los Compadres der beiden Hierrezuelos, mit dem auch Compay Segundo seine ersten Erfolge feierte, ein Konzert in seinem Elternhaus. Die Mutter von Mariano ist eine begnadete Sängerin und wurde ihr ganzes Leben durch berühmte und weniger berühmte Musikern umworben. Und nicht zuletzt gehörte auch die Familie von Pacho Alonso zu den Nachbarn der Familie Cordiés. Unzählige andere Musiker lernte er bei seinen wöchentlichen Besuchen in der Casa de la Trova von Santiago de Cuba kennen.
Als Lehrer der technischen Hochschule von Santiago war er während 17 Jahren ausserdem Kulturbeauftragter der gleichen Schule. Schon damals gelang es ihm, Gruppen wie los Van Van oder Synthesis für Konzerte für die Studenten zu verpflichten.
Wem wundert's, dass er seine Passion auch in Europa weiterverfolgte, nachdem er im Jahr 2000 eine Schweizerin heiratete, die sich, obwohl ursprünglich eher Jazz-Fan ebenfalls für die cubanische Musik zu begeistern begann.OmaraFoto
Unzählige Konzertbesuche, sei es in der Schweiz, Deutschland, Frankreich oder in der Niederlande folgten, wobei er immer wieder herzliche Kontakte mit bekannten Musikern wie Omara Portuondo, Eliades Ochoa, Isaac Delgado, Roberto Fonseca, Alex Abreu knüpfen konnte. Am Cuba-Festival in Apeldoorn/NL erkannte der Lead-Sänger des "Septeto Santiaguero" seinen früheren Nachbarn Cordiés sofort im Publikum und sang ihm von der Bühne ein "bienvenido vecino" zu.  
Und so kam es, dass er im 2002 seine erste Tournée für die Band "Nieto y la Solución" im Zusammenarbeit mit einer Musiklehrerin der Musikhochschule Zürich/Winterthur organisierte. Trotz mangelhaften Sprachkenntnissen gelang es ihm auf Anhieb, eine beachtliche Tournée zusammenzustellen
Die erste Tournée war sehr erfolgreich; da war die Lust gross, gleich weiterzumachen. jetzt aber in eigener Regie. Am 25. April 2003 kam die in der Schweiz völlig unbekannte Band Contemporaneo Son in Basel an. Auch diese Band musste der Schweiz zuerst einmal beweisen, was sie konnte, aber schon am zweiten Konzert in Basel spielten sie vor einem begeisterten und aus allen Nähten platzenden Bird's Eye.
Die Zeit für eine gefestigte, offizielle Grundlage war gekommen und so wurde am 8. Oktober 2003 "Múzika Cordiés Fonseca" gegründet und ins Handelsregister eingetragen.
Die dritte, 4-1/2monatige Tournée mit der Frauenband Morena Son, die im August 2004 zu Ende ging brachte die Konsolidierung in der Schweiz und die Ausdehnung auf andere europäische Länder. Die Damen brachten ihr Publikum in der Schweiz, Frankreich, Belgien und Deutschland während ihren Auftritten an renommierten Festivals immer wieder dazu, begeistert Son zu tanzen oder einfach ihre Musik zu geniessen. Diese Internationalisierung ist nicht zuletzt auf die im Oktober 2003 an der WOMEX (World Music Expo) in Sevilla geknüpften Kontakte zu bekannten Festivals und Künstleragenturen zurückzuführen. Damit wurde eine breitere Basis für die junge Firma geschaffen.
Schon im Herbst 2004 wurde neu eine Wintertournée in Angriff genommen und zwar mit der für die cubanische Musiklandschaft eher etwas ungewöhnliche Band F. Ulloa y su Piquete Santiaguero, die sich der Salonmusik verschrieben hat, aber ebenso einen ganz ordentlichen Latin Jazz spielt und natürlich auch den Son nicht vernachlässigt.
Im Sommer 2005 wurde eine zweite Tournée mit Morena Son auf die Beine gestellt. Die Qualität der Musik, aber auch die renommierte Festivals und Konzertesäle in der sie spielten brachte die endgültige Anerkennung der jungen Firma.
Die darauf folgende Wintertournée mit dem wohlbekannten Quinteto (+2) de la Trova die schon eine breitere Auslanderfahrung mit sich brachten als die bisherige eher junge Bands und zum Beispiel mit der berühmten kanadischen Jazzsaxofonistin Jane Bunnett zusammenspielten bestach durch ein musikalisches Experiment in der Oper von Lyon, das dem nicht an lateinamerikanische Musik gewohnten Publikum dennoch faszinierte und begeisterte.
Inzwischen produziert Múzika Cordiés Bands wie
Ausserdem vermittelt Múzika Cordiés in der Schweiz:
  • El gran Maestro del Son himself: Eliades Ochoa y el grupo Patria
  • Maria Ochoa (die Schwester von Eliades) y Corazón de Son
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  • Tango Son (wohnhaft in Spanien)
  • Septeto Nabori (wohnhaft in Rom)